WEED auf der European Summer University von ATTAC
29.07.2008 | Dieses Jahr findet erstmals die European Summer University von Attac statt. Vom 1. bis 6. August werden sich ca. 1.000 TeilnehmerInnen auf dem Uni-Gelände in Saarbrücken einfinden und an spannenden Workshops und Diskussionen teilnehmen. Auch Weed-MitarbeiterInnen bieten Workshops und Diskussionsforen an. (Meldungen) [mehr]
Pressemitteilung: WTO/GATS-Verhandlungen: Minister Glos führe besser nach Bolivien als nach Genf
24.07.2008 | Berlin/Genf. In einem ironischen Reisetipp empfahl die Nichtregierungsorganisation WEED (Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung) heute Wirtschaftsminister Glos, am morgigen Freitag nicht etwa in Genf die Interessen der deutschen Industrie zu vertreten, sondern stattdessen nach Bolivien zu reisen. Der Minister könne sich dort über die Zusammenhänge von sozialer Sicherheit, Klimaschutz, Ernährungssouveränität und Welthandel unterrichten lassen. (Presse) [mehr]
Offener Brief an die EU-Handelsminister
23.07.2008 | Food Crisis Newsletter (dt. Übersetzung) (Meldungen) [mehr]
Ilisu Campaign main site
06.03.2006 | European Campaign against the Ilisu Dam Project [mehr]
Ilisu Kampagne
03.03.2006 | Keine Ausfuhrgarantie für Ilisu!
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"Stop EPA" - Kampagne
17.12.2004 | Unterstützten Sie durch Ihre Unterschrift die internationale "Stop EPA" - Kampagne [mehr]
"Mit der Unterstützung dieses Projekts zeigt die Weltbank, dass ihre Verpflichtung auf Klimaschutz Makulatur ist. Sie subventioniert weiterhin milliardenschwere Ölkonzerne, finanziert Regenwaldzerstörung und gibt der peruanischen Regierung eine Belohnung für den rücksichtslosen Umgang mit der eigenen Bevölkerung und den Abbau des Umweltschutzes", kritisiert Daniela Setton von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation WEED.
Die bisherige Erdgasförderung im Camisea-Projekt hat massive ökologische Zerstörung hervorgerufen und die indigene Bevölkerung extrem geschädigt. Der jetzt bewilligte Teil des Projekts dient dem Export von flüssigem Erdgas nach Mexiko und in die USA. Kritiker weisen darauf hin, dass das Projekt der weiteren Regenwaldvernichtung Vorschub leistet und Peru ökonomisch keinen Vorteil bringt. Wie das peruanische Internet-Portal "Living in Peru" am 28.1.2008 berichtete, werden die Einnahmen aus dem Camisea-Projekt zudem dazu verwandt, die Streitkräfte und die Polizei des Landes aufzurüsten.
"Die Weltbank versilbert die nicht-erneuerbaren Ressourcen Erdgas und Regenwald und unterstützt damit die weitere Militarisierung der Region, die keinesfalls der ‚Entwicklung’ des Landes dient", hebt Heike Drillisch von WEED hervor. Nichtregierungsorganisationen hatten gefordert, dass als Mindestvoraussetzung für eine Bewilligung des Kredits die ökologischen Schäden der bisherigen Förderung behoben werden und die Einhaltung der Umwelt-, Menschenrechts- und Sozialstandards der IFC für alle Projektphasen überprüft ist.
Das grüne Licht der Bundesregierung zum Camisea-Projekt ist besonders enttäuschend", so Daniela Setton. "Während die Bundesregierung sich verbal für ein Umdenken der Weltbank in puncto Klimaschutz und erneuerbare Energien einsetzt, knickt sie ein, sobald es um konkrete Entscheidungen geht."
Hintergrund:
"Camisea" ist das größte Erdgasprojekt in der Geschichte Perus. Unter Führung des US-amerikanischen Öl- und Gaskonzern Hunt Oil dient es der Extraktion und dem Export von peruanischem Erdgas nach Mexiko und in die USA. Es öffnet die Türen für eine weitere Zerstörung des wertvollen peruanischen Amazonas und steht aufgrund seiner massiven ökologischen Auswirkungen, der schädlichen Folgen für die betroffene indigene Bevölkerung und des zweifelhaften ökonomischen Nutzens für Peru in der Kritik. Experten warnen davor, dass Peru durch den Export seiner Erdgasreserven wirtschaftlich schlechter dastehen könnte, als wenn es diese für den eigenen Verbrauch nutzt. Der international angesehene Experte auf dem Gebiet der Bewertung von Investitionsprojekten - Prof. Glenn P. Jenkins - hat den jetzt zur Entscheidung anstehenden Projektteil, der den Export des Erdgases ermöglichen soll, das sogenannte Peru LNG Projekt, im Dezember 2007 untersucht. Sein Bericht ist eindeutig: "Der Export des Erdgases ist nach bisherigen Erkenntnissen über die Menge der Erdgasvorkommen für Peru nicht vorteilhaft." Nach Aussage der US-amerikanischen Organisation Amazon Watch sind 30 % bis 40 % der Einnahmen aus dem Camisea-Projekt für den nationalen Verteidigungsfonds reserviert.
Ansprechpartnerin für Rückfragen und Interviews:
Daniela Setton 0179 - 710 20 94, Daniela.Setton@weed-online.org
Heike Drillisch 0177 - 345 26 11, heike.drillisch@weed-online.org
Hintergrundinformationen zum Camisea Projekt:
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www.livinginperu.com/news-5596-peru-perus-government-revamp-military-after-increasing-defense-fund