Pressemitteilung: Arbeitsrechtsverletzungen bei Zulieferern von Fujistu Siemens, Dell und Lenovo
16.12.2008 | "The Dark Side of Cyberspace”
Neue Studie enthüllt Arbeitsrechtsverletzungen bei Zulieferern von Dell, Fujitsu Siemens Computers und Lenovo
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Neuer Bericht zu kongolesischer Kupfermine stellt fest: Rohstoffförderung bedeutet auch hier nicht Entwicklung
30.10.2008 | Das NGO-Netzwerk Counter Balance präsentiert gemeinsam mit der kongolesischen Menschenrechtsorganisation ACIDH einen neuen Bericht über die Tenke Fungurume Kupfer-Kobalt-Mine in der Demokratischen Republik Kongo. Für diese hatte die Europäische Investitionsbank trotz weit verbreiteter Menschenrechtsverletzungen und sozialer Spannungen einen großen Kredit erteilt. (Presse) [mehr]
Ilisu-Staudammprojekt an kritischem Punkt
23.06.2008 | Experten bestätigen bei Treffen in Wien massiven Rückstand bei Auflagenerfüllung (Presse) [mehr]
Am Dienstag, den 5. Februar 2007, entscheidet der Privatsektorarm der Weltbank - die International Finance Corporation (IFC) - über einen 300 US$ starken Kredit für eines der umstrittensten Erdgasprojekte in Lateinamerika. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation WEED fordert aus diesem Anlass, dass sich die Bundesregierung klar gegen eine Finanzierung des Camisea Projekts durch die Weltbank ausspricht. Erst im Dezember hatte sie ihre Beiträge an die Weltbank erhöht und es als Erfolg dargestellt, dass die Weltbank ein Mandat zum Klimaschutz erhalten habe. Eine positive Haltung zu Camisea würde dieses Mandat konterkarieren.
Das Konsortium - das u.a. aus dem US-amerikanischen Öl- und Gaskonzern Hunt Oil besteht - hat seit Beginn des Projekts im Jahr 2000 kontinuierlich Umwelt- und Sozialstandards gebrochen und Pflichten zum Schutz der Umwelt und der Rechte der betroffenen indigenen Bevölkerung verletzt. Zudem hat die peruanische Regierung Umweltschutzgesetze aufgeweicht und die dafür zuständigen Institutionen in den letzten Jahren immer weiter geschwächt mit dem Ziel, die wertvollen Rohstoffe im Amazonas auszubeuten. "Angesichts der Aushöhlung des Umweltschutzes in Peru käme eine Bewilligung des Projekts einer Belohnung für Klimazerstörung und Menschenrechtsverletzungen gleich", so die Weltbankexpertin bei WEED, Daniela Setton.
"Camisea" ist das größte Erdgasprojekt in der Geschichte Perus. Es dient der Extraktion und dem Export von peruanischem Erdgas nach Mexiko und in die USA. Es öffnet die Türen für eine weitere Zerstörung des wertvollen peruanischen Amazonas und steht aufgrund seiner massiven ökologischen Auswirkungen, der schädlichen Folgen für die betroffene indigene Bevölkerung und des zweifelhaften ökonomischen Nutzens für Peru in der Kritik. Experten warnen davor, dass Peru durch den Export seiner Erdgasreserven wirtschaftlich schlechter dastehen könnte, als wenn es diese für den eigenen Verbrauch nutzt. Der international angesehene Experte auf dem Gebiet der Bewertung von Investitionsprojekten - Prof. Glenn P. Jenkins - hat den jetzt zur Entscheidung anstehenden Projektteil, der den Export des Erdgases ermöglichen soll, das sogenannte Peru LNG Projekt, im Dezember 2007 untersucht. Sein Bericht ist eindeutig: "Der Export des Erdgases ist nach bisherigen Erkenntnissen über die Menge der Erdgasvorkommen für Peru nicht vorteilhaft."
Doch im Land gibt es erheblichen Widerstand gegen das Exportprojekt. "Mit einer Unterstützung des Projekts zum jetzigen Zeitpunkt fielen die Bundesregierung und die Weltbank der erstarkenden zivilgesellschaftlichen Bewegung in den Rücken, statt ihre berechtigten Anliegen zu unterstützen", kommentiert Heike Drillisch von WEED.
Ansprechpartnerin für Rückfragen und Interviews:
Daniela Setton 0179 - 710 20 94, Daniela.Setton@weed-online.org
Heike Drillisch 0177 - 345 26 11
Hintergrundinformationen zum Camisea Projekt:
br
www.weed-online.org/themen/909849.html