Weed Online


Pressemitteilung: Arbeitsrechtsverletzungen bei Zulieferern von Fujistu Siemens, Dell und Lenovo
16.12.2008 | "The Dark Side of Cyberspace” Neue Studie enthüllt Arbeitsrechtsverletzungen bei Zulieferern von Dell, Fujitsu Siemens Computers und Lenovo (Presse) [mehr]

Neuer Bericht zu kongolesischer Kupfermine stellt fest: Rohstoffförderung bedeutet auch hier nicht Entwicklung
30.10.2008 | Das NGO-Netzwerk Counter Balance präsentiert gemeinsam mit der kongolesischen Menschenrechtsorganisation ACIDH einen neuen Bericht über die Tenke Fungurume Kupfer-Kobalt-Mine in der Demokratischen Republik Kongo. Für diese hatte die Europäische Investitionsbank trotz weit verbreiteter Menschenrechtsverletzungen und sozialer Spannungen einen großen Kredit erteilt. (Presse) [mehr]

Ilisu-Staudammprojekt an kritischem Punkt
23.06.2008 | Experten bestätigen bei Treffen in Wien massiven Rückstand bei Auflagenerfüllung (Presse) [mehr]

Pressemitteilung: Eine breites internationales Bündnis fordert Ende der Ölhilfe!

18.10.2007: Im Vorfeld der IWF/Weltbank Jahrestagung 2007 in Washington D.C. fordern WEED, Urgewald, Environmental Defense und Greenpeace gemeinsam mit mehr als hundert anderen NGOs weltweit einen Ausstieg der Weltbank aus der Förderung von Öl- und Gasprojekten.

Fossile Energien statt Klimaschutz: Weltbank muss Entwicklungshilfe für Öl beenden!

Mehr als 200 Organisationen aus 56 Ländern fordern von der Weltbank und anderen Internationalen Finanzinstitutionen die Subventionen für die Ölindustrie zu beenden. In einer heute veröffentlichten Erklärung bezeichnen die Nichtregierungsorganisationen (NRO) die ‘Ölhilfe’ als eines der größten Hindernisse im Kampf gegen den Klimawandel und für die Bemühungen, den Entwicklungsländern besseren Zugang zu Energie zu verschaffen. [1]

Als Vertreter der Eignerstaaten der Weltbank kommen die Finanz- und Entwicklungsminister dieses Wochenende bei der Weltbank zusammen, um ihre Strategien für Energiekredite und gegen den Klimawandel zu diskutieren. Gleichzeitig zeigt der letzte Jahresbericht der International Finance Corporation (IFC), dass sich am Verhalten der Institution wenig geändert hat. 2007 hat IFC als Privatsektorarm der Weltbank den Öl- und Gaskonzernen mehr als 645 Millionen US$ zur Verfügung gestellt. Das ist ein Anstieg um ca. 40 Prozent seit 2006. [2]

"Das Verhalten der Weltbank in Sachen Klimawandel und Energie ist inkonsistent und widersprüchlich,” meint Daniela Setton von WEED (Weltwirtschaft, Ökologie und ntwicklung). "Trotz des verbalen Engagements bei der Reduzierung des globalen Treibhausgasausstoßes erhöht sie weiter die Unterstützung für Ölförderprojekte überall auf der Welt.”

Im Jahr 2006 hat die Weltbank ihre Zusagen im Energiesektor von 2,8 Mrd. US$ auf 4,4 Mrd. erhöht. Zusagen für Öl, Gas und Energiesektorreformen machen dabei 77 Prozent des gesamten Energiesektorprogramms aus, während ‘Neue Erneuerbare’ [3] lediglich 5 Prozent ausmachen. [4]

"In der Ölindustrie sind einige der profitabelsten Konzerne der Welt versammelt,” führt Knud Vöcking von der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald aus. "Warum benutzt die Weltbank Entwicklungshilfegelder, die zur Armutsbekämpfung bestimmt sind, um damit Öl zu subventionieren, während Investitionen in Erneuerbare Energien dringend benötigt werden?”

"Investitionen in Strom aus Erneuerbaren Energien sparen das Zehnfache der Rohstoffkosten ein, die aufgebracht werden müssen, wenn wir beim ‘business as usual’ Kurs mit fossilen Energieträgern bleiben,” betont Daniel Mittler von Greenpeace International. "Wir können die globalen CO2 Emissionen um 50 Prozent bis 2050 reduzieren, gleichzeitig den Zugang zu Energie für Arme sicherstellen und globales Wachstum beibehalten.”

Die Unterstützung der Weltbank für den Ölsektor ist zudem höchst ungerecht. Während die Mehrheit ihrer Ölprojekte auf den Export in die reichen Länder zugeschnitten ist, haben gleichzeitig 1,6 Milliarden Menschen, davon 500 Millionen in Arika südlich der Sahara, keinen Zugang zu Elektrizität. "Durch die Finanzierung dieser Projekte untergräbt die Weltbank ihre eigenen Ziele der Bekämpfung der Energiearmut und der Reduktion der Treibhausgasemissionen. Probleme mit Konflikten und Menschenrechtsverletzungen, die mit Rohstoffen oft einhergehen wie z.B. bei der Tschad-Kamerun-Pipeline, werden so auf lange Zeit fortgeführt.,” meint Korinna Horta von der US-NRO Environmental Defence.

Die mehr als 200 Gruppen und die betroffenen Gemeinden, die diese Erklärung unterzeichnet haben, fordern die Weltbank und andere öffentliche Finanzinstitutionen auf, ihre Finanzierung von Ölprojekten zu stoppen. Sie betonen, dass Entwicklungshilfe das Problem der Energiearmut und den Aufbau von suberen Energien in Angriff nehmen soll statt große Ölkonzerne zu subventionieren.




1. Der ‘Global Call to End Oil Aid’ wird von mehr als 200 Organisationen aus 56 Ländern unterstützt. Er ist verfügbar in Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch und Russisch unter www.endoilaid.org/globalcall []

2. Im Finanzjahr 2006 (FY06) hat die International Finance Corporation (IFC) 454,4 Millionen US$ für die Finanzierung fossiler Energien zur Verfügung gestellt. Siehe dazu die Statistik, die das Bank Information Center unter www.bicusa.org/ifc_spreadsheet [] bereitstellt. Der Jahresbericht für das IFC-Finanzjahr 2007 ist verfügbar unter www.ifc.org []

3. ‘Neue Erneuerbare’ ist ein Terminus, der Erneuerbare Energien wie Windkraft, Solarenergie und kleine Wasserkraftwerke umfasst. Er schliesst nicht große Wasserkraftwerke mit mehr als 10 MW Kapazität sowie Energieeffizienzmaßnahmen ein.

4. Energy to reduce poverty: the urgency for G8 action on climate justice, Seite 7, Practical Action, 2007 >



Kontakt:


Knud Vöcking, +49 171 2832408

Daniela Setton, +49 179 7102094

Daniel Mittler, +49 171 876 345

Korinna Horta, +1 202 431 9406

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